Insolvenzanfechtung

Es gibt Fälle, in denen Sie einen Forderungsausfall zu verbuchen haben, auch wenn Ihre Forderung eigentlich schon beglichen war: die Insolvenzanfechtung.

Meldet ein Auftraggeber Insolvenz an, dann hat ein Insolvenzverwalter unter bestimmten Umständen das Recht eine Rückzahlung einzufordern. Die Insolvenzanfechtung darf für Forderungen bis 10 Jahre vor Beantragung des Insolvenzverfahrens vollzogen werden. Dies kann gerade in Summe eine hohe Zahl werden, wenn Ihr Auftraggeber zuvor zu Ihren besten Kunden zählte. Häufig spricht man hier auch von der 133 Inso.

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  • Forderungen absichern
  • Folgeinsolvenz vermeiden
  • gleichmäßige Befriedigung aller Gläubiger

Was ist Insolvenzanfechtung?

So steht es im Gesetz:

§ 133 Insolvenzordnung: Vorsätzliche Benachteiligung

(1) Anfechtbar ist eine Rechtshandlung, die der Schuldner in den letzten zehn Jahren vor dem
Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag mit dem Vorsatz, seine
Gläubiger zu benachteiligen, vorgenommen hat, wenn der andere Teil zur Zeit der Handlung
den Vorsatz des Schuldners kannte. Diese Kenntnis wird vermutet, wenn der andere Teil wußte,
daß die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners drohte und daß die Handlung die Gläubiger
benachteiligte.

 

Übersetzt bedeutet das, dass jeder neue Auftraggeber auf seine Zahlungsfähigkeit und Bonität hin geprüft werden muss. Jedoch kann eine Bonitätsprüfung immer nur eine Momentaufnahme darstellen und eine Tendenz anzeigen, eine feste Prognose kann jedoch nicht gegeben werden.

Warum gibt es Insolvenzanfechtungen?

Auf den ersten Blick ist eine Insolvenzanfechtung eine beinahe unfaire Sache. Nur weil ein ehemaliger Auftraggeber Insolvenz anmeldet, soll man ihm das bereits erhaltene Geld zurückerstatten. Dies ist jedoch nur eine Blickrichtung.

Drehen wir den Spieß zur Vereinfachung mal um: Sie sind Innenausstatter und richten das neue Geschäftsgebäude eines Auftraggebers komplett ein. Sie haben Ihre Leistung komplett erbracht und eigentlich steht nur noch die Bezahlung des Kunden aus. Sie werden immer wieder vertröstet und erhalten letztendlich die Information, dass Ihr Auftraggeber Insolvenz angemeldet hat und die offenen Forderungen daher nicht begleichen kann. Wie Sie aus weiteren Quellen erfahren, hat Ihr insolventer Auftraggeber aber Rechnungen anderer Firmen bezahlt. Unter anderem die seines befreundeten Bauunternehmers, der ihm das Bürogebäude errichtet hat. Da stellt man sich dann schon die Frage, warum gerade der Bauunternehmer Geld bekommt, aber Sie nicht.

Genau so eine „Bevorzugung“ möchte der Staat vermeiden und hat daher dieses Gesetz erlassen, damit nicht einzelne Firmen die komplette Last tragen müssen und daran eventuell dann auch zerbrechen. Das Ziel einer Insolvenz ist übrigens immer die gleichmäßige Befriedigung aller Gläubiger.

Was kann man gegen eine Insolvenzanfechtung tun?

Eine Möglichkeit bietet die Warenkreditversicherung, die eine Absicherung gegen Forderungsausfälle aus Warenlieferungen, Dienstleistungen und Zahlungsunfähigkeit des Auftraggebers bietet. Bei vielen Anbietern ist eine zusätzliche Absicherung für Forderungsausfälle aufgrund von Insolvenzanfechtungen beinhaltet. Im Ernstfall erhalten Sie die Summe der vom Insolvenzverwalter zu Recht angefochtenen Zahlung vom Versicherer zurück. Meist wird auch zusätzlicher Rechtsschutz für die Abwehr unberechtigter Ansprüche gewährt.

Folgende Punkte sollten Sie beachten, damit es erst gar nicht zu einer Rückforderung kommt:

• keine langen Zahlungsziele gewähren, wenn die Bonität des Auftraggebers nicht abschätzbar ist
• im Zweifel Sicherheiten vor Erbringung der Dienstleistung oder Lieferung der Ware geben lassen (Bürgschaften)
(z.B. Zahlungsbürgschaften, Eigentumsvorbehalte)
• keine neue Leistung erbringen (oder nur gegen Vorkasse), wenn noch offene Forderungen bestehen

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Wir haben hier häufige Fragen zur Warenkreditversicherung Insolvenzanfechtung für Sie zusammengestellt:

  • Kann man Insolvenzanfechtungen versichern?
    Ja, Insolvenzanfechtungen sind in vielen Tarifen der verschiedenen Versicherer einschließbar. Dies muss jedoch bei der Anfrage ausdrücklich gewünscht werden, da es im Standard meist nicht angeboten wird.
  • Wie kann ich mich gegen eine Insolvenzanfechtung schützen?
    • keine langen Zahlungsziele gewähren, wenn die Bonität des Auftraggebers nicht abschätzbar ist
    • im Zweifel Sicherheiten vor Erbringung der Dienstleistung oder Lieferung der Ware geben lassen (Bürgschaften)
    (z.B. Zahlungsbürgschaften, Eigentumsvorbehalte)
    • keine neue Leistung erbringen (oder nur gegen Vorkasse), wenn noch offene Forderungen bestehen
  • Was ist Insolvenzanfechtung?
    Meldet ein Auftraggeber Insolvenz an, dann hat ein Insolvenzverwalter unter bestimmten Umständen das Recht eine Rückzahlung einzufordern. Die Insolvenzanfechtung darf für Forderungen bis 10 Jahre vor Beantragung des Insolvenzverfahrens vollzogen werden.
  • Kostet mich als Kunde Ihr Service als Makler etwas?
    Nein, unser Service ist für Sie kostenfrei. Natürlich verdienen wir auch Geld an dem was wir tun, allerdings werden wir von den Versicherern bezahlt. Da wir als Makler dazu verpflichtet sind in Ihrem Interesse zu handeln und Sie zu vertreten, zeigen wir Ihnen immer völlig transparent welche Angebote wir für Sie haben und zeigen Ihnen objektiv Vor- und Nachteile auf.
  • Wie schnell erreiche ich jemanden?
    Wir sind telefonisch und per E-Mail normalerweise zwischen 8:30 Uhr und 17 Uhr erreichbar. Sollte dies mal nicht der Fall sein, dann melden wir uns am nächsten Werktag zurück.
  • Kostet die Beratung Geld?
    Nein, die Beratung bei Warenkreditversicherung24.de ist kostenfrei und bleibt es auch. Für unsere Beratung erhalten wir vom Versicherungsunternehmen eine handelsübliche Courtage. Damit können wir für unsere Mandanten kostenfrei arbeiten.
  • Ist Warenkreditversicherung24.de unabhängig?
    Wir sind Versicherungsmakler und damit an kein Versicherungsunternehmen gebunden. Als Versicherungsmakler stehen wir so immer auf Ihrer Seite und können aus dem gesamtem Markt Versicherungsprodukte heraussuchen. Kein Versicherungsunternehmen ist an Warenkreditversicherung24.de beteiligt. Das Unternehmen ist 100% inhabergeführt.
  • Wie schnell sind Sie?
    Wir bemühen uns Ihre Anfrage so schnell wie möglich zu bearbeiten. Normalerweise melden wir uns innerhalb von 24 Stunden. Meist am selben Tag. Für weitere Beratungen ist es sowieso ratsam einen festen Beratungstermin zu vereinbaren. Dorthin werden Sie bei entsprechender Anfrage umgeleitet und können sofort in unserem Online-Terminkalender einen Beratungstermin buchen.
  • Helfen Sie auch, wenn ich (noch) kein Kunde bei Ihnen bin?
    Na klar. Sie können uns bei sämtlichen Fragen kontaktieren. Ob wir Ihnen dann weiterhelfen können, müssen wir schauen. Natürlich ist es für uns einfacher, wenn wir a.) über Ihr Unternehmen bescheid wissen und b.) Ihre Verträge in der Betreuung haben. So können wir schneller alle Informationen erhalten und Ihnen direkt weiterhelfen. Aber das können wir auch nachholen, wenn Sie von uns weiterhin betreut werden möchtest.
  • Ist eine Warenkreditversicherung das gleiche wie eine Forderungsausfallversicherung?
    Ja, diese Begriffe sind Synonyme. Der eine Versicherer nennt sein Produkt so, der andere so so, doch im Kern geht es immer darum Ihre Auftraggeber zu versichern und Sie so vor Forderungsausfällen zu schützen.
  • Kann man auch eine anonyme Anfrage stellen nur um Angebote zu erhalten?
    Nein, der Versicherer kann keine anonymen Angebot erstellen, da er immer eine Bonitätsprüfung für das anfragende Unternehmen durchführen muss. Außerdem benötigt der Versicherer Ihre Geschäftszahlen wie z.B. den Umsatz, um einen Beitrag zu berechnen.
  • Beratung online: Geht das überhaupt?
    Na klar. Es gibt nichts, was nicht über moderne Methoden der Onlineberatung geht. Alle Fragen beantworten wir Ihnen genau so, als säßen wir direkt neben dir. Sie haben allerdings den Vorteil, dass kein umständlicher Termin mit einem Berater notwendig ist.
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